Ziegenstammtisch im September
Geschrieben von: Jürgen Küster   
Dienstag, den 10. September 2013 um 11:44 Uhr

Auf diesem Stammtisch wurde „gemeckert“!

Sie hat ihr Herz an Ziegen verloren: Alut Brinkmann vom Hof Heidbauer in Ickern erzählte in ihrer lockeren Art vor in großer Zahl erschienenen Stammtischbesuchern, warum es ihr –und ihrem Bruder (mit dem sie zusammen den Hof bewirtschaftet)- so viel Spaß und Freude bereitet, einen Hof mit dem Haupterwerbspunkt der Ziegenhaltung zu bewirtschaften.

Das Melken von Ziegen sei eine Herausforderung, im Gegensatz zum Melken von Kühen; das sei ihr zu langweilig! Im Verhältnis zu Kühen –ca. 30 ltr.- gibt eine Ziege ca. 2-3 ltr. Milch pro Tag. Ca. 200 Ziegen hält Alut Brinkmann z.Zt. auf ihrem Hof. Stolz ist sie darauf, den Hof inzwischen vollständig nach Biokriterien zu bewirtschaften. Das benötigte Futter wird zum Großteil selbst angepflanzt. Genetisch veränderte Futtermittel sind gänzlich tabu!  Zurzeit hat Alut Brinkmann –im wahrsten Sinne des Wortes- noch alle Hände voll zu tun, um ihre Ziegen täglich zu melken. In Kürze wird ihr eine gebraucht erstandene vollautomatische Melkmaschine diese zeitaufwendige Arbeit erleichtern. Neben der Milchgewinnung stellt Alut Brinkmann seit gut einem Jahr in ihrer Käserei Frisch- und Weichkäse her, den sie auch in ihrem Hofladen zum Kauf anbietet. Übrigens sind Ziegenprodukte für laktoseintolerante Menschen perfekt geeignet-sie sind laktosefrei!

Einen weiteren Erwerbszweig bildet z.Zt. noch die Herstellung von Rohalkohol mittels einer alten Brennmaschine, dessen Produktion jedoch nach dem Wegfall des Brennmonopols aufgegeben wird. Neben dem Schwerpunkt der Ziegenhaltung werden auch noch Rinder –eine französische Rasse- ebenfalls nach Biorichtlinien gehalten. Zum Ende des unterhaltsamen Vortrags reichte Alut Brinkmann einige Kostproben aus der eigenen Käseherstellung, die, zunächst mit Neugier, dann mit Appetit verzehrt wurden.

 

Anmerkung: Alut Brindkmann hat Landwirtschaft studiert. Das Bauernhaus an der Voerstestrasse in Ickern stammt aus dem Jahr 1823. Schon der Urgroßvater hat diesen Hof bewirtschaftet.

 
 
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