Heimatblätter


Beiträge und Geschichten aus dem Stadtbezirk Mengede
Herausgegeben vom Heimatverein Mengede e. V.


Nr. 26 Weihnachten 2009 8. Jahrgang
EP 0,50 Euro





Ausschnitt aus dem Hochaltar der kath. St. Remigius Kirche in DO-Mengede (Bernd Hartmann-Lintel, Wiedenbrück, 1953)


Frohe Weihnachten und ein gutes und gesundes 2010

Der Vorstand des Heimatvereins Mengede e.V. wünscht allen Mitgliedern und Gönnern des Vereins sowie allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Stadtbezirk Mengede eine besinnliche und ruhige restliche Adventszeit, ein friedliches und frohes Weihnachtsfest, einen guten und fröhlichen Übergang in das neue Jahr sowie ein glückliches und gesundes, erfolgreiches und zufriedenes Jahr 2010.


Mengede, im Dezember 2009

Der Vorstand

Gausepohl      Karlshaus       Pöpping           Obermeit




Die Themen dieser Ausgabe: • Krippen statt Eisbällchen
• Regen störte den Nikolausmarkt
• Cognac rettete vor Gefangenschaft
• Sagen und Legenden (8)
• Denkmalserie (12)
• „08/20“ erhielt Sportplakette
• Neujahrskonzert 2010
• Impressum






Krippen statt Eisbällchen

Auch 6. Ausstellung fand wieder großes Interesse
Weil unsere diesjährige (sechste) Krippenausstellung kurzfristig in die ehemalige Eisdiele an der Mengeder Straße (gegenüber von Schlecker) verlegt werden musste, weil der ursprünglich vorgesehene Standort  nicht zur Verfügung stand, so dass wegen Platzmangels nur 45 Krippen ausgestellt werden konnten, war das Besucherinteresse wieder groß, so dass die Organisatoren Rolf Krönke, Helmut Palm, Albert Parlak und Heinz Treppner am Ende zufrieden feststellen konnten, dass sich ihr Einsatz auch diesmal gelohnt hat. Sogar das Fernsehen war interessiert. Es drehte in der Ausstellung für eine Vorweihnachtssendung. Deshalb musste die Krippenschau für zwei Tage verlängert werden. 

Auch in diesem Jahr gab es viele Beispiele dafür, wo und wie das Jesuskind (wenn es nicht vor über 2000 Jahren in Bethlehem geschehen wäre) seine Geburt auch hätte erleben können. Den originellsten Einfall hatte diesmal Wolfgang Pillmann aus Kirchlinde. Er bastelte - in Anlehnung an das BVB-Jubiläum - eine Krippe, die einen Teil des Dortmunder Stadions (sogar mit VIP-Logen) darstellt. Und natürlich waren Maria und Josef - passend dazu - schwarz-gelb gekleidet. 

Pillmann hatte noch vier weitere Krippen - alle anders - ausgestellt. Der ehemalige Postbeamte hat in rund 30 Jahren 25 dieser Mini-Herbergen angefertigt. Die Vorbilder dafür hat er im Urlaub, in Bayern, Österreich und in der Schweiz entdeckt und das Baumaterial auch: altes Holz, Baumwurzeln, Moos usw. Eine besonderte „Beute“ war ein Stapel noch verpackter uralter Holzschindeln, die er einem Bergbauern für 20 € abgekauft hat. 40 bis 80 Bastelstunden bringt er pro Krippe auf. Die älteste gezeigte Krippe war eine Wurzelgrotte, die der frühere Mengeder Rektor Haumann etwa um das Jahr 1900 gebaut hat. Sie gehört seit der ersten Ausstellung gewissermaßen zum Standard. „Aber trotz des beengten Raumes waren 15 Krippen neu“, betont Rolf Krönke, der den Besuchern fast über alle Krippen Interessantes zu berichten wusste, deren Besitzer aus dem gesamten Dortmunder Nord-Westen kamen. Die meisten davon aus dem Mengeder Raum.




Karlheinz Bohnmann








Regen störte Nikolausmarkt
Vorweihnachtliche Veranstaltung hat seit 24 Jahren Tradition
Nur Petrus war seinem „Himmelsgenossen“ Nikolaus nicht wohl gesonnen, der bereits zwei Tage vor seinem offiziellen Dienstantritt seinen Gabensack schultern musste, denn der dreitägige Mengeder Nikolausmarkt begann wieder am Freitag und endete termingerecht am „richtigen“ Nikolaustag. Er ließ es an allen drei Tagen regnen. Die 400 Stutenkerle, die der Nikolaus an die Kinder verteilte, hatte diesmal der Bodelschwingher Stammtisch „Die Gartenzwerge“ gestiftet. 

St. Nikolaus zu Besuch auf unserem Weihnachtsmarkt.
Die erwachsenen Besucher konnten an 30 Ständen ihren Appetit oder Durst – den natürlich überwiegend bei Glühwein – stillen. Außerdem konnten sie sich auch mit Mitbringseln oder Geschenken für die festlichen Tage eindecken. 
Neu war in diesem Jahr ein Kinderzelt,in dem neben Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar und Heimatvereins-Vorsitzender Paul Gausepohl sowie weitere Mitglieder unseres Vereins Weihnachtsgeschichten vorlasen. Gausepohl hatte den Nikolausmarkt auch zusammen mit Wisbar eröffnet. Er wies auf die lange Tradition der Advents- und Weihnachtsmärkte hin, die bis 1310 zurückreicht. Der Mengeder Nikolausmarkt wurde vor 24 Jahren von der Arbeitsgemeinschaft Mengeder Markt ins Leben gerufen. 
Seit 2002 wird er im Auftrag des Stadtbezirksmarketings von unserem Verein sowie den Bürgerschützen und vom Evangelischen Männerverein organisiert.Das überwiegend weihnachtlich abgestimmte Programm wurde von den Chören „Heimatmelodie“, „Chorcolores“, der Regenbogen-Grundschule, dem gemischten Chor „Liederstrauß“, dem Gemischten Chor/Jungen Chor Westerfilde, vom Gesangsquartett „Qartettino“ sowie dem Jagdornbläserkorps des Teckelclubs Westerfilde, das Bläser-Ensemble „Brass for Friends“, der Bläserchor der Noah-Gemeinde, die Casanova-Jazz-Band und die 30-köpfige Bigband „O-TON“ gestaltet.

Das Foto wurde uns freundlicherweise von den Ruhrnachrichten zur Verfügung gestellt, Foto: Stephan Schütze

Karlheinz Bohnmann





Cognac rettete vor Gefangenschaft
Im fremden Kleiderschrank vor französischen Soldaten versteckt
Durch einen Brief aus London wurde Otto Buschmann an ein riskantes Abenteuer seines Vaters Heinrich gegen Ende des 2.Weltkrieg erinnert. Geschrieben hat ihm der Schriftsteller Karl Kimmig (Jahrgang 50), der seit 30 Jahren in England lebt. Seine Wiege aber hat in Lenzkirch im Nordschwarzwald gestanden. 
In seinem Heimatort hatte Kimmig als Junge von Verwandten die Geschichte des Soldaten Heinrich Buschmann und seines Kameraden Wilhelm gehört gehabt, die in Lenzkirch einquartiert und häufig bei seiner Großmutter zu Gast waren. Daran erinnert wurde er, als er einmal wieder ein Tonband abhörte, auf dem er kurz vor deren Tod Erinnerungen seiner Oma festgehalten hatte. Akteure der Geschichte waren neben den beiden Soldaten sein Vater und indirekt auch seine Großmutter. Außerdem fand Kimmig in einem alten Familienalbum Fotos von zwei Soldaten. Er glaubte, dass es sich dabei um Buschmann und seinen Kameraden handelte, die nach der Kapitulation auf keinen Fall in französische Kriegsgefangenschaft geraten wollten. Deshalb baten sie Kimmigs Großmutter Maria, die einen kleinen Bauernhof betrieb, sie in der Scheune im Heu zu verstecken, was diese aber begreiflicherweise ablehnte, weil sie Angst vor der Todesstrafe hatte, die die Franzosen nicht nur angedroht sondern auch radikal angewendet hatten. Kimmigs Vater Wilhelm, der wie Buschmann als Bäcker arbeitete, sah die Sache weniger eng. Kurz vor dem Eintreffen der „Poilus“ riet er den beiden Soldaten, sie sollten sich doch einfach im großen Kleiderschrank der Großmutter verstecken.
Als dann der Suchtrupp kam, durchsuchten die Franzosen (überwiegend Marokkaner) erst die Scheune und stießen mit ihren Bajonetten ins Heu, um eventuell dort versteckte deutsche Soldaten aufzustöbern. Danach wurde das Wohnhaus Zimmer für Zimmer durchsucht. Dass die beiden in ihrem Versteck dennoch nicht entdeckt wurden, hatten sie einer halbvollen Flasche Cognac zu verdanken, die die ungebeten Besucher im Schlafzimmer der Großmutter entdeckt hatten. Schlagartig brachen sie ihre Suche ab und verließen dann mit ihrer alkoholischen Beute triumphierend das Haus.
Zurück blieb eine verärgerte Oma Maria, die den Verlust ihrer „Medizin“ beklagte, die sie als Hausmittel gegen allerlei Krankheiten verwendet hatte. Richtig geschockt war sie aber erst, als plötzlich zwei verschmitzte Soldaten aus ihrem Schrank kletterten. Als sich die beiden einige Tage später - zu Fuß und mit einem Fahrrad - auf den Heimweg machten, hatte Wilhelm versprochen, sich nach seiner Heimkehr zu melden. Ob er einen entsprechenden Brief geschrieben hat, ist nicht bekannt. Aber Kimmig weiß: „Meine Familie hat nie wieder etwas von ihm gehört.“
Jetzt machte sich der Enkel per Internet auf die Suche. Ein (bisher von ihm nicht zur Kenntnis genommener) Hinweis in den Erinnerungen seiner Oma, dass es sich bei Buschmann um einen Bäckermeister aus Dortmund gehandelt habe, führte schließlich zum Erfolg. Zwar ist Heinrich Buschmann bereits 1977 verstorben, aber Sohn Otto konnte die abenteuerliche Geschichte aus dem 2. Weltkrieg, von der ihm sein Vater oft berichtet hatte, nur bestätigen. Nur die beiden Soldaten auf den Fotos, die ihm Kimmig mitgeschickt hatte, zeigten weder seinen Vater, noch dessen Kriegskameraden.

Karlheinz Bohnmann




Sagen und Legenden (8)

Grisemännken im Groppenbruch
Der Gruppenbrucher Heimatforscher Alois Risse war ein gern gesehener Besucher in der Werkstatt meines Großvaters und ich war ein dankbarer Zuhörer, wenn es in den Gesprächen um die Geschichten und Sagen unserer Heimat ging. Von den vielen Erzählungen ist mir besonders die vom „Grisemännken“ in Erinnerung geblieben. Diese Sagengestalt hauste in einem verfaulten Baum, der in einem schmalen Wasserlauf, der sein Wasser zum Groppenbach führte, lag. Diesen Baum nannte man den „Grisemännkenbaum“ und von hier aus trieb der Kobold gern seinen Schabernack mit den Menschen. Abgerundet wurde dieser Platz durch die Natur, die im Umfeld des „Grisemännkenbaumes“ fast täglich Nebel aufsteigen ließ. Der Wasserlauf war Teil einer Ackerfläche im „Epsloh“, in unmittelbarer Nähe des Kampmannschen Hofes in Groppenbruch an der Königsheide.
Der Spökenkieker Brinker, ein Nachbar Kampmanns auf Waltroper Gebiet, wollte das „Grisemännken“ oft gesehen haben. Es sei ein kleines graues Männchen mit einem langen Bart gewesen, das aber keine Beine gehabt habe. Es sei immer über dem Erdboden oder dem Kornfeld geschwebt. 
Einer erzählte, er wäre öfter abends beim Bauer Kampmann zu Besuch gewesen. Auf dem Heimweg hätte er am „Grisemännkesbaum“ vorbei müssen. Jedes Mal wäre er dann ganz weich in den Knien geworden und hingefallen. Auch beim Pflügen hätte es immer dreingeredet wusste ein anderer. Rief der Bauer den Pferden „Hüh! (Halt) oder „Har!“ (Links) zu, dann hätte das „Grisemännken“ „Hopp!“ (Los) oder „Hott“ (Rechts) gerufen und umgekehrt. Und gar unmöglich wäre es gewesen, den Graben mit zwei Eimern Wasser zu überspringen ohne das Wasser zu verschütten. Andere sagten, man hätte auch nicht mit einem Eimer hinüber gekonnt. 
Risse, auch begeisterter Archäologe, ließ insbesondere die Ortsbeschreibung in den Überlieferungen keine Ruhe und nach seinen Aufzeichnungen hat er im Frühjahr 1924 an der besagten Stelle gegraben und war tatsächlich auf Reste von einem verfaulten Baume gestoßen. Heute ist von dem märchenhaften Baum nichts mehr zu sehen und das „Grisemännken“ für immer verschwunden. Das inzwischen aufgeschüttete Bett des kleinen Wasserlaufes ist aber nach Aussage des Bauern Josef Kampmann noch gut zu erkennen, wenn der Pflug seine jährliche Arbeit frisch getan hat.

Franz-H. Veuhoff

Quellen:
Alois Risse: „Groppenbruch“, in Festausgabe der Mengeder Zeitung zur 1000-Jahr-Feier Mengedes
Mündliche Überlieferungen und Gespräch mit Herrn Josef Kampmann




Denkmalserie (12)

Brunnen zwischen Amtshauspark / Markt
Aus Nummer 3 wurde Nummer 1
Zwei Frauen, die sich unterhalten und ein kleines Kind, das an der Hand seiner Mutter zerrt, weil es sich langweilt und lieber zum nahen - von den Stadtwerken (heute DEW) aufgestellten - Trinkwasser-Brunnen möchte, verkörpern das jüngste Denkmal im Stadtteil Mengede. Standort ist die „Barriere“ zwischen „Am Amtshaus“ (früher Castroper Straße) und Mengeder Straße, vor dem Amtshauspark. Bei der Bronze-Gruppe handelt es sich um ein Geschenk der Sparkasse Dortmund. 
Ausgewählt wurde sie 1988 vom Kulturausschuss der Stadt Dortmund und von der Mengeder Bezirksvertretung. Insgesamt lagen 28 Entwürfe vor, von denen drei in die engere Wahl kamen. Favorit bei der Preisvergabe war der mit 2500 DM ausgezeichnete Entwurf des Bildhauers Enrique Asensi aus Wickede-Ruhr. Er stellte einen Artisten dar, der mit fünf Seilscheiben jonglierte. Mit seiner Vorstellung orientierte sich der Künstler an der Form des Trinkwasserbrunnens. 
Doch der Wickeder hatte sich zu früh gefreut. Denn die Entscheidung fiel schließlich ganz anders aus. Die Bezirksvertretung befürwortete nämlich am Ende die mit „nur“ 1000 DM dotierte Personengruppe des Gewinners des 3. Preises, Nikolaus Knupfer. 
Auch der Bildhauer aus Essen hatte den Brunnen bei seinem Entwurf, den er dann auch „Gespräch am Brunnen“ nannte, mit einbezogen. Im Text, mit dem er seine Vorstellungen erläuterte, hieß es wörtlich: „Zwei Frauen haben sich nach dem Einkaufen getroffen und erzählen ein wenig. Das kleine Kind findet den Trinkwasserbrunnen viel interessanter als das Gespräch der Mutter und schaut mit großen, neugierigen Augen hoch und folgt dem Wasserverlauf.“
Idee des Knupfers: „Durch eine alltägliche Situation einen Denkanstoß zu geben: Werdet wie die Kinder und die Welt wird voller Wunder sein. Bleibt innerlich jung, verlernt nicht das Erstaunen, Endecken und sich Wundern, und vieles wird in neuem Licht erstrahlen.“
Aber auch ohne diese Definition passt die Bronzegruppe ideal zum gegenüber liegenden Marktplatz. Allerdings „lebt“ sie angesichts der immer dreister und rücksichtsloser werdenden Metalldiebe nicht ganz ungefährlich. Einen Kidnappingfall hat sie schon vor einigen Jahren überlebt. Über Nacht hatten Diebe das Kind „entführt“. Man fand es in einem Garten in Nette wieder.



„Gespräch am Brunnen“ Titelt Nikolaus Knupfer seine Plastik, deren Aufstellung die Bezirksvertretung am 07.12.1988 beschloss

Karlheinz Bohnmann





„08/20“ erhielt Sportplakette

Feierlich im Schloss Nordkirchen übergeben


NRW-Minister Ingo Wolf überreichte den „08/20“-Vorsitzenden Richard Narmann (l) und Michael Schulz (r) die Ehrenurkunde und die vom Bundespräsidenten Horst Köhler verliehene Sportplakette.
„Mengede 08/20“, Mengedes ältester Fußballclub wurde im Schloss Nordkirchen im feierlichen Rahmen mit der Sportplakette des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Bei der 1984 durch Carl Carstens gestifteten Medaille handelt es sich um die höchste Auszeichnung für Sportvereine in der Bundesrepublik Deutschland. Damit werden Vereine ausgezeichnet, die mindestens seit 100 Jahren bestehen und die sich um die Pflege des Sports besonders verdient gemacht haben. 
Die Ehrung im Auftrag des Bundespräsidenten Horst Köhler im Jupitersaal des als „Westfälisches Versailles“ geltenden Schlosses nahm NRW-Innen- und Sportminister Dr. Ingo Wolf im Rahmen einer kleinen musikalisch umrahmten Feier vor, in der auch noch zwölf weitere Vereine aus Nordrhein-Westfalen die Sportplakette erhielten.

Karlheinz Bohnmann






Neujahrskonzert 2010



Die kulturellen Aktivitäten des Jahres 2009 begannen mit einem begeisternden Konzert der jugendlichen Musikerinnen und Musikern des Jugendsinfonieorchesters des Musikschulkreises Lüdinghausen im Saalbau Mengede. Auch im Jahr 2010 wird das Orchester unter der Leitung von Dr. Hans Wolfgang Schneider auf Einladung des Heimatvereins Mengede in den Saalbau kommen und in seinem neuen Programm seine Zuhörer durch verschiedene musikalische Landschaften führen. Ganz bekannt sind dabei die vier Sätze der ersten Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg, die für Szenen aus dem gleichnamigen Schauspiel von Hendrik Ibsen komponiert wurden, die in der Wüste Nordafrikas und in Norwegen spielen. Böhmische Wurzeln hat der Komponist Carl Stamitz, von dem ein Konzert für die Querflöte mit Alexandra Plitt als Solistin erklingen wird. Das Menuett der letzten Symphonie von Joseph Haydn, die den Namen „Londoner Symphonie“ trägt, führt uns in die englische Hauptstadt. Von dort aus reisen wir im Geist weiter nach Norden bis nach Schottland durch eine Komposition von Benjamin Godard, der in Taverny, der französischen Partnerstadt von Lüdinghausen aufgewachsen ist. Sie trägt den Titel „Marche des Highlanders“ und stellt dem Orchester eine konzertierende Oboe gegenüber, gespielt von Vera Gahlen.
Nicht ganz so weit geht die Reise im 2. Teil des Programms, das komplett der Musik aus Filmen vorbehalten ist. Sie beginnt in Lübeck und Travemünde durch die Musik aus der noch frischen Neuverfilmung des Thomas-Mann-Romans „Buddenbrooks“ von Hans-Peter Stöer. Der Regisseur des Films, Heinrich Breloer, hat im Gymnasium Canisanum in Lüdinghausen seine Schulzeit verbracht. Schließlich führt uns die berühmt geworden Musik zum Steven-Spielberg-Film „Schindlers Liste“ von John Williams ins polnische Krakau und nach Israel. Das ergreifende Violinsolo darin hat Williams für den amerikanischen Geiger Itzhak Perlman komponiert. Im Konzert des Jugendsinfonieorchesters wird das Solo von Nina Junke übernommen. Zum entspannten Ausklang fliegt das Orchester musikalisch über den Atlantik und beschließt sein Programm mit „New York, New York“ von John Kander. 

Die Aufführung findet am Sonntag, 17. Januar 2010 um 19:00 Uhr im Saalbau Dortmund Mengede statt. Eintrittskarten zum Preis von € 10,00 €, sind in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.




Impressum: Herausgeber: Heimatverein Mengede e.V. - Redaktion: Wilfried Jürgens, Adalmundstr. 16, 44359 DO (0231 - 33 56 29) und Franz-H. Veuhoff, Am Hohen Teich 14, 44359 DO (0231 - 33 76 90)

 
 
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