Heimatblätter 15 - 30. Juni 2006

Heimatblätter


Beiträge und Geschichten aus dem Stadtbezirk Mengede
Herausgegeben vom Heimatverein Mengede e. V.


Nr. 15 30. Juni 2006 5. Jahrgang
EP 0,50 Euro


Liebe Leserinnen und Leser,
der lange Winter war nicht Schuld, dass unsere kleine „Heimatzeitung“ eine ungewollte Pause eingelegt hat. Vielmehr haben die Aktivitäten der ersten Monate dieses Jahres die Redaktion so in Anspruch genommen, dass Sie erst jetzt die erste Ausgabe vor sich haben. Wir wünschen uns, dass diese große Pause einmalig bleibt und lesen Sie selbst, wie aktiv der Heimatverein dennoch in den letzten Monaten war.
Wir wünschen Ihnen und uns schöne Sommertage und den Kranken unter uns mögen die warmen Sonnenstrahlen zu einer zufrieden stellenden Gesundheit verhelfen
Ihre Heimatblätterredaktion

Die Themen dieser Ausgabe: • Dekmalschutz im Stadtbezirk
• In Bodelschwingh steht ein Denkmal für einen Lehrer
• Mengede – Historisches aus dem Stadtbezirk
• Jahreshauptversammlung
• 22 Jahre NCC
• Es war einmal . . .
• Rückblick ins 1. Halbjahr 2006
• Dauertermine
• Impressum





Denkmalschutz im Stadtbezirk


Im Rahmen unseres auch in der Satzung verankerten Auftrages für den Denkmalschutz möchten wir uns zunächst der Sanierung des ältesten Denkmales im Stadtbezirk, des Sandsteinkreuzes im Amtshauspark, widmen.

Der Park wurde 1856 als katholischer Friedhof eingerichtet und das Kreuz mit dem gusseisernen Korpus wurde der Gemeinde von den Eheleuten Markmann aus Elmenhorst geschenkt. Namhafte Familien finanzierten weitere Einrichtungen und nach Schließung des Friedhofes dient uns die Grundstücksfläche heute als kleine grüne Lunge neben dem Amtshaus. Der Park soll am diesjährigen Denkmalstag besonders herausgestellt werden und wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Sanierung des Denkmales bis zum September d. J. abzuschließen. Ein großes Stück Arbeit und ein finanzieller Kraftakt. Wir sind guten Mutes, dass wir das hochgesteckte Ziel, das nur der Start weiterer Aktivitäten für den Denkmalschutz sein soll, auch mit Hilfe aller Mitglieder erreichen können. Zu dem Vorhaben werden wir ausführlich in der Augustausgabe der „Heimatblätter“ berichten.

In einer kleinen Serie beginnen wir heute mit Berichten über die Denkmale im Stadtbezirk.


Mit der Abnahme des Kreuzes am 7. Juni fiel 
der Startschuss zur Restaurierung







In Bodelschwingh steht ein Denkmal für einen Lehrer


Im Rahmen des Denkmalschutzes möchten wir an ein ganz besonderes Denkmal erinnern, das wohl in seiner Art selten, wenn nicht sogar eine Rarität sein dürfte. Es ist ein Denkmal für den ersten Bodelschwingher Schulleiter Carl Kochs. Es wurde von seinen ehemaligen Schülern gestiftet. Das Geld kam durch Spenden zusammen. 
Wer heute nach dem Gedenkstein sucht, muss sich allerdings schon ein bisschen anstrengen, denn dieser steht seit etwa 20 Jahren nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz vor der evangelischen Schlosskirche, sondern in einem (allerdings in einem der Pflege bedürfenden) Gebüsch vor der Schule „Auf dem Kellerkamp“, in dem man ihn erst auf den zweiten Blick entdeckt. 
Gestaltet wurde das im Jahr 1910 feierlich eingeweihte Monument von Fritz Narath, der auch zu den dankbaren Kochs-Schülern gehörte. Den ursprünglich drei Meter hohen Gedenkstein aus Granit, den man inzwischen von seinem früheren Sockel „befreit“ hat, ziert ein Bronze-Porträt Kochs, das Narath nach einem Foto des Pädagogen gestaltet hat. 
Carl Kochs wurde 1825 in Gelsenkirchen geboren. Als 20-Jährigen (!) holte ihn der Patron des Hauses von Bodelschwingh als Hilfslehrer an die einklassige Bodelschwingher Dorfschule, in der damals auch die Kinder aus Westerfilde und Nette unterrichtet wurden. Carl Kochs sollte den Lehrer Carl Heinrich Jakob unterstützen und außerdem als Organist in der Kirche tätig sein. 
Als Jakob 1874 in den Ruhestand ging, trat Kochs dessen Nachfolge an und wurde (als die Schule zehn Jahre später durch den Anstieg der Bevölkerung infolge der Inbetriebnahme der Zeche Westhausen von einer Klasse auf vier erweitert werden musste) Bodelschwinghs erster Schulleiter. Nach 47 Lehrer-Jahren trat er 1892, seit längerer Zeit Witwer, in den Ruhestand. Weil seine Dienstwohnung für seinen Nachfolger benötigt wurde, zog der Pensionär zunächst zu seinem Bruder nach Gelsenkirchen und später zu einer seiner zwei Töchter (außerdem hatte er noch einen Sohn, der Theologie studiert hatte) nach Oberrospe bei Marburg, wo er 1902 76-jährig verstarb und auch beigesetzt wurde. Sein Leichnam wurde aber später samt Grabstein auf den alten Bodelschwingher Friedhof überführt, auf dem bereits seine früh verstorbene Frau und eine Tochter ihre letzte Ruhe gefunden hatten. Kochs war klein von Wuchs, verfügte aber über eine starke Persönlichkeit und über eine umfangreiche Bildung. Für seine Schüler hatte er eigenes Rechen- und ein Liederbuch verfasst. Er sprach auch Lateinisch und Französisch. Begabte Kinder (auch aus anderen Gemeinden) bereitete er so gründlich vor, dass sie beim Wechsel auf eine höhere Schule häufig die erste und sogar auch die zweite Klasse überspringen konnten.
Kochs engagierte sich aber auch außerhalb seiner pädagogischen Tätigkeit. Er betrieb eine Baumschule und gründete - zum Schutz der Bodelschwingher Viehhalter-Versicherungsvereine für Rindvieh und Schweine auf Gegenseitigkeit.
In Bodelschwingh bleibt sein Name außerdem „auf ewig“ mit dem MGV „Frohsinn“ verbunden, den Kochs 1882 ins Leben rief. Auch überörtlich machte sich der Leiter der kleinen Bodelschwingher Dorfschule einen Namen. Als Vorsitzender leitete er den Dortmunder Lehrerverein und war auch Direktor der Lehrer-Witwen- und Waisenkasse Dortmund-Land und Hörde. Weiter führte er die Natorp-Stiftung für die Grafschaft Mark, die sich ebenfalls für die Versorgung der Lehrerwitwen einsetzte. Damit genügend Geld in die Unterstützungskasse der Stiftung kam, wurden an jährlich wechselnden Orten Märkische Lehrergesangsfeste veranstaltet, die sich stets eines guten Besuches erfreuten.Karlheinz Bohnmann







Mengede – Historisches aus dem Stadtbezirk


„Unser Bestseller“ erschien in zweiter Auflage
Nur wenige Wochen nach seinem Erscheinen am 6. Dezember 2005 war unser historischer Bildband Mengede“ vergriffen. Die enorme Nachfrage erfreute nicht nur die Autoren, auch der Erfurter Sutton Verlag, der den Titel herausbrachte, war positiv überrascht: „Keiner der rund 150 im Jahr 2005 neu erschienenen Titel verkaufte sich schneller als das neue Buch über das alte Mengede. Ende März erschien die zweite Auflage des begehrten Bandes.Das enorme Interesse im Stadtbezirk an der jüngeren Geschichte des Dortmunder Nordwestens hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen“ erklärte Marketing-Leiter Andreas Ströbel, „Umso glücklicher sei der Verlag, den Bildband bereits erneut anbieten zu können.“ Weiter ist in der Pressenotiz des Verlages zu lesen:

„Auf den 96 bebilderten Seiten des Buches nehmen die Autoren den Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch die Geschichte des Stadtbezirks. Die bislang weitgehend unveröffentlichten Aufnahmen aus privaten Sammlungen und dem Archiv der REVAG dokumentieren die bewegte Vergangenheit des Amtes – und nach der Eingemeindung 1928 des Dortmunder Stadtbezirkes - Mengede im Zeitraum zwischen 1880 und 1960. 
Der Heimatverein und das Autorenteam bedanken sich bei allen die dazu beigetragen haben, dass das „Bilderbuch“ ein so großer Erfolg wurde.

w.b

Denken Sie bei „Entrümpelungen“ an den Heimatverein. Wir sammeln Ansichtskarten, Vereinsfotos, Haushaltsgeräte, Werkzeug, Chroniken und alles, was für die Nachwelt erhaltenswert ist.







Jahreshauptversammlung


Vorstand wieder gewählt
Komplett wurde der Vorstand unseres Heimatvereins auf der Jahreshauptversammlung im „Burghof“ wieder gewählt. Vorsitzender ist weiterhin Paul Gausepohl. Seine Stellvertreter sind Helmut Palm und Jürgen Karlshaus. Als Geschäftführer fungiert Wilfried Jürgens. Schatzmeisterin ist Sabine Surmann. Dem erweiterten Vorstand gehören Otto Buschmann (Vize-Geschäftsführer), Dieter Päßler (2. Schatzmeister) und Margret Fromme (Schriftführerin) an. Beiratsmitglieder sind Fritz Neuhaus Wolfgang Knaup, Klaus Linde, Wilhelm Tackenberg jun. und Wolfgang Thomann. Die Kasse prüfen Wilhelm Hüppe und Ursula Rudert. Um die Planung, Vorbereitung und Durchführung des Maibaumfestes und Nikolausmarktes kümmert sich zukünftig ein neu eingerichteter Festausschuss.
Karlheinz Bohnmann







22 Jahre NCC


22 Jahre Netter-Carnevals-Club e. V. 1984
Der NCC, Mitglied des Heimatvereins Mengede e. V., feierte am 4.02.06 im PZ Nette das 2 x 11. Vereinsjubiläum in Anwesenheit des Dortmunder Prinzenpaares und zahlreichen Ehregästen aus benachbarten Karnevalsvereinen und befreundeten örtlichen Vereinen mit einem großen Jubiläumsempfang und einem stimmungsvollen Jubiläumsball. 
Der im Frühjahr 1984 unter dem damaligen Präsidenten Lothar Bauer gegründete Verein ist im Netter Vereinsleben eine feste Größe. Die heutige Präsidentin, Angelika Pässler und der heutige 1. Vorsitzende Dieter Pässler, gehörten bereits 1984 zu den Gründungmitgliedern und zum Gründungsvorstand. In Anerkennung ihrer Verdienste um den NCC, aber auch um das Brauchtum des Karnevals, wurde beiden anlässlich der Jubiläumsfeier der Orden „Schwarzer Diamant“ verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung, die der „Bund-Ruhr-Karneval“ vergeben kann. 
Der NCC ist auch im Netter und Mengeder Vereinsleben ein wichtiger Bestandteil. Er veranstaltet nicht nur eigene Sitzungen und Kostümbälle, sondern engagiert sich auch für das karnevalistische Brauchtum vor Ort. Seit 1991 beteiligt sich der NCC an der Erstürmung des Mengeder Amtshauses am Karnevalssamstag und nimmt mit einem Motivwagen am Dortmunder Rosenmontagszug teil. In zahlreichen sozialen Einrichtungen erfreut der NCC das Publikum mit seinem bunten Programm. 
In der Session 2005/2006 hatte der NCC die Ausrichtung des 43. offenen Pokalwettbewerb des Bundes Ruhr-Karneval übernommen. Am 6.11.2005 war der NCC zusammen mit dem Heimatverein der Organisator dieses Turniers in der Kaue des Bildungszentrums Hansemann. Etwa 300 Aktive und mehr als 300 Besucher mussten an diesem Tage im sportlichen Wettstreit betreut und mit Speisen und Getränken versorgt werden. Der Bund Ruhr-Karneval hat den Ausrichtern und Organisatoren für die reibungslose Abwicklung der Veranstaltung gedankt. NCC und Heimatverein bedanken sich bei Bildungszentrum Hansemann der Handwerkskammer Dortmund für die Bereitstellung der idealen Räumlichkeiten und für die gewährte Unterstützung. 
Der Vorstand des Heimatvereins wünscht allen Mitgliedern und Freunden des NCC für die Zukunft alles erdenklich Gute, insbesondere viele ehrenamtliche Helfer, damit das närrische Brauchtum weiterhin vorbildlich gepflegt werden kann.
Paul Gausepohl







Es war einmal …


Krankenhaus „Hausemannstift“ wurde abgerissen
Das evangelische Krankenhaus Hausemannstift an der Mengeder Schulstraße ist endgültig vom Erdboden verschwunden. Im September vergangenen Jahres wurde mit dem Abbruch des 106 Jahre alten Gebäudes begonnen, nachdem es bereits am 12. Dezember 1999 im Zuge des verordneten Abbaus von Krankenbetten geschlossen werden musste und weil trotz zahlreicher Versuche keine andere Nutzungsmöglichkeit für das Gebäude gefunden wurde. Erhalten bleibt nur der Name. Er wurde auf das Seniorenhaus übertragen, das neben dem Krankenhaus auf dem Gelände errichtet wurde. Damit bleibt die Erinnerung an den evangelischen Pfarrer Arnold Hausemann erhalten, der das Krankenhaus mit Hilfe „vieler warmer Herzen und offener Hände“ gegründet hatte, das laut Stiftungsurkunde ein Haus sein sollte, „wo auf Wunsch die Kranken der Gemeinde ohne Unterschied des Standes und Glaubens, gute Pflege finden (und) wo den Verunglückten, sei es auf Zechen oder industriellen Werken, sei es beim Betriebe der Landwirtschaft oder bei einer anderen Arbeit, sachgemäße Hilfe dargereicht“ und „wo dem müden Arbeiter und Wanderer Gelegenheit geboten werden sollte, am Abend seines Lebens unter guter Pflege auszuruhen und in Muße und Frieden zurückzublicken auf sein vollendetes Tagewerk.“ Das durch den Abbruch frei gewordene Grundstück wird erst einmal eingegrünt. Später soll es für eine soziale Bebauung verwendet werden. Doch vorher wird erst an das Seniorenhaus ein weiterer Flügel angebaut, in dem Einzelzimmer entstehen und das Schwesternwohnheim modernisiert werden.
Karlheinz Bohnmann







Rückblick ins 1. Halbjahr 2006


Tagesausflug des Heimatvereins nach Vreden
Am Sonntag, 18. Juni 2006, hatte der Heimatverein zu einer gemeinsamen Busfahrt in das westmünsterländische Vreden eingeladen. 57 Mitglieder des Heimatvereins fanden sich morgens um 9 Uhr auf dem Mengeder Marktplatz zur Abfahrt ein.
Nach einer kurzen Rast, in der von Otto Buschmann Wurstbrötchen sowie Emscherperle und Remigiustropfen gereicht wurden, erreichte der Reisetross gegen 11 Uhr das erste Ziel, die Stadt Vreden. Eine Gruppe unternahm unter der sachkundigen Leitung des Stadtführers Elling –Verwandter einer Familie aus Nette und früherer Werkstudent auf Hansemann– einen Rundgang durch die mehr als 1200 Jahre alte Stadt, eine andere Gruppe besuchte das Hamalandmuseum mit der Sonderausstellung „Von Galilei bis Gaus“ über die Entwicklung der Landvermessung sowie das Freiluftmuseum. Sowohl der Stadtrundgang als auch der Museumsbesuch haben bei den Teilnehmern nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Beim Stadtrundgang wurden zahlreiche Vergleiche zur Mengeder Geschichte gezogen, beim Museumsbesuch viele Dokumente und Exponate aus der Frühzeit und dem Mittelalter bewunderte.


Herr Elling erläuterte uns die wechselvolle Geschichte Vredens

Um 13 Uhr nahm die Gruppe ein reichhaltiges Mittagessen in „Kloppendick“ in Zwillbrock ein. Zwillbrock ist ein Ort unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze mit einer bekannten Barockkirche und mit dem angrenzenden Naturschutzgebiet „Zwillbrocker Venn“. Die Barockkirche mit ihrem schlichten Äußeren, aber üppigen Innenausstattung ist ein Juwel aus der Zeit des Barocks. Altäre, Kanzel, Orgel und Bänke geben Zeugnis vom Geist der Barockzeit. Das „Zwillbrocker Venn“ ist Ausgangspunkt für die vielen Exkursionen in Fauna und Flora. Ca. 50 Vogelarten, u. a. etwa 20 Flamingobrutpaare, sind hier ansässig und etwa 350 Vogelarten benutzen das Venn beim Durchzug als Rastplatz.
Über Ellewick wurde um 16 Uhr Ammeloe angesteuert. Das Dorf mit seiner „Kringbebauung“ rund um die neugotische Kirche sowie das Heimatmuseum wurden von Mitgliedern des Heimatvereins Ammeloe vorgestellt. Das Heimatmuseum Ammeloe beherbergt einen alten Kolonialwarenhandel, eine historische Gaststätte und Bäckerei mit angeschlossener Landwirtschaft. Viele ältere Teilnehmer fühlten sich in ihre Jugendzeit versetzt, für die jüngeren Teilnehmer war die Ausstattung der Räume wie eine Zeitreise in die ältere Geschichte. Der Heimatverein von Ammeloe hat mit der Übernahme dieses Objektes eine hervorragende Gelegenheit, die Ortsgeschichte eindrucksvoll darzustellen. Nach einer Kaffeestärkung im Heimathaus Ammeloe wurde um 18 Uhr die Heimreise angetreten, die durch einen kurzen Imbiss in „Jimmy’s Factory“ in Castrop-Rauxel unterbrochen wurde. Mit einem Dank an den Organisator dieser Reise Wilfried Jürgens, wurde der ereignisreiche und beeindruckende Tag mit Rückkehr der Reisegruppe am Mengeder Markt gegen 20 Uhr abgeschlossen.
Paul Gausepohl

Sang und Klang an traditionsreicher Stätte
Viele Besucher von nah und fern erinnerten sich sicherlich gerne an den gelungenen Auftakt des 1. Mengeder Musikfestivals im vergangenen Jahr. Der kurze Besuch des Bundespräsidenten Horst Köhler mit seiner Gattin hat der Veranstaltung einen solchen Zuspruch verliehen, dass die teilnehmenden Chöre und Musikgruppen – 17 an der Zahl – zum 2. Musikfestival des Stadtbezirkes, unter Federführung des Heimatvereins Mengede, zu einem bunten Programm in familiärer Gemeinsamkeit aufriefen.
Am Sonntag, den 28. Mai 2006, um 14.00 Uhr eröffneten die Jagdhornbläser gefolgt von den „Kleinen Sängern“, dem Westerfilder „Mäusechor“, den gemischten Chören, den Männerchören, Bläserchor und Akkordeonorchester. Alle trugen zu einem begeisternden Musikfestival bei. 
Zuvor konnte Paul Gausepohl mit Stolz über eine solche Resonanz, weit über 500 Besucher, willkommen heißen. Unter ihnen der Schirmherr der Veranstaltung  Stadtrat Jörg Stüdemann, Beigeordneter für Kultur-Sport-Freizeit der Stadt Dortmund, sowie unser „Ortsbürgermeister“ Bruno Wisbar.
Ein besonderer Dank galt dem Präsidium der Handwerkskammer Dortmund sowie ihrer Leitung des Bildungszentrums Hansemann, die uns mit der Bereitstellung der „Alten Kaue“ der ehemaligen Zeche A. v. Hansemann immer wieder einen großen Dienst zur Wahrung volkstümlichen Brauchtums erweisen. Wer wollte sich da einer stillen Begeisterung entziehen als zum Schluss aus einigen hundert Kehlen das Lied erklang: „Glück auf, der Steiger kommt“ – an dieser traditionsreichen Stätte.
Wilfried Jürgens

Jazz- Matinee auf Hansemann
Das 8-köpfige Siggi-Gerhard-Swingtett & Brass war am Sonntag (5.3.06) Gast zu einer Jazzmatinee in der Kaue des Bildungszentrums Hansemann der Handwerkskammer Dortmund. Diese von uns durch unseren Geschäftsführer Wilfried Jürgens initiierte und vom Stadtbezirksmarketing unterstützte Veranstaltung fand erfreulichen Zuspruch, denn schließlich war das älteste deutsche Swingtett (gegründet 1953) die Jazzattraktion. Das Programm reichte vom legendären Swing und Jazz der Comit Basic, Duke Ellington, George Gershwin, Benny Goodman und Cole Porter bis hin zu jungen Klassikern und eigenen Arrangements. Ergänzt wurde das Swingtett durch die temperamentvolle Jamaikanische Sängerin Beverly Daley.
Das Programm zeichnete sich aus durch eine klare Konzeption und hohe Klangsensibilität. Markante Wechsel zwischen stimmungsvollen Soli und rasanten Passagen des Ensembles sorgten für ständige Spannung im Publikum. Fantastisch waren das äußerst präzise Zusammenspiel und die geschickte Auswahl der Swing- und Jazztitel von klassischen Evergreens bis hin zu modernen Stücken. 
Für weitere Höhepunkte sorgte Beverly Daley mit ihrem vielseitigen Repertoire populärer Standards. Ihre Songs trug sie mit natürlicher Herzlichkeit und geballter Energie im Gesang und in der Körpersprache vor. Bevor das Ensemble mit dem „Mackie-Messer-Song“ eine stimmungsvolle und mit langem Beifall der rund 300 Zuhörern bedachte Zugabe brachte, bedankte sich unser Vorsitzende Paul Gausepohl bei dem fachkundigen Publikum für sein Erscheinen und bei den Künstlern für die hervorragend präsentierte Jazzmatinee. www.siggigerhard-swingtett.de
Paul Gausepohl

Osterausstellung in der Heimatstube
In der Heimatstube bot der Heimatverein den interessierten Besuchern eine Ausstellung mit dem Titel „Frohe Ostern“ an. Durch die dankenswerte Unterstützung des Hamaland-Museums Vreden, an der holländischen Grenze gelegen, wollte der Heimatverein Mengede Erläuterungen über die Herkunft vom Osterei, Osterhase sowie volkstümlichen Bräuchen rund um das Osterfest geben. Auch wurde an handwerkliche Kunst und die österliche Backstube erinnert wie an die Zeit, als unsere Kinder zu Ostern mit der Einschulung den Weg ins „Große“ Leben antraten.

Briefmarken in der Heimatstube
Unter dem Thema: „Kulturelle Deutschlandreise – Tradition und Brauchtum – auf deutschen Briefmarken“ setzte der Heimatverein seine Ausstellungsreihe in der Heimatstube fort. Dazu haben Mitglieder des Heimatvereins aus ihrer Philatelie-Sammlung 30 Exponate gefertigt, die wiederum mit Vergrößerungen und bezugnehmenden Texten versehen waren. Ein buntes Bild präsentierte sich den Besuchern. Als Motive auf den Briefmarken sahen wir u. a. alte Bauernhäuser, Wind- und Wassermühlen und auch die Leuchttürme an unseren Küsten, den Anbau der Kartoffel und die Ernte des Hopfens. Ein bunter Querschnitt deutscher Trachten war dargestellt, gefolgt von berühmten deutschen Knabenchören. Tradition und Brauchtum spiegelte sich unter anderem wieder in Exponaten von Brauchtumsfesten, dem Rheinischen Karneval und deutschem Kinderspielzeug.
Wilfried Jürgens






Dauertermine:
1. Mi i.M. 19.00 Uhr: Stammtisch  in der „Heimatstube“
1. Fr. i. M. NCC, Sportklause, 20.00 Uhr, Monatsversammlung
3. Sa. i. M. BUV-Kleinzeche, von 10.00 bis 16.00 Uhr
2. Fr i. M. Schützenstammtisch im „Burghof“



Impressum:
Herausgeber: Heimatverein Mengede e.V. - Redaktion: Wilfried Jürgens, Adalmundstr. 16 - 44359 DO (0231-335629) und Franz-H. Veuhoff, Am Hohen Teich 14 – 44359 DO (0231-337690)

 
 
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